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Keine andere Gehölzgruppe erreicht auch nur entfernt die Bedeutung, die Rosen für die Gartenkultur haben. Über ioo Arten sind in der Gattung Rosa zusammengefasst und kennzeichnend für die Familie der Rosengewächse; die Zahl deutet schon an, welche Mannigfaltigkeit hier herrscht. Rosen spielten in allen geschichtlichen Epochen seit der Antike eine bemerkenswerte Rolle, beeinflussten viele Kulturen und prägten Kunst wie auch das tägliche Leben. Und schon sehr früh wurden sie zu den unbestrittenen „Königinnen der Blumen" erkoren.
Beetrosen
Standort
Rosen sind allgemein Sonnenanbeter, nur bei ausreichender Belichtung können sie sich in ihrer ganzen Pracht entfalten. Manche Zuchtformen geben sich jedoch auch mit weniger besonnten, halbschattigen Stellen zufrieden, vor allem Wildrosen gelten als weniger lichtbedürftig. Der Pflanzplatz sollte jedoch immer auch luftig, aber nicht zugig sein. Insbesondere für Kletterrosen, die an einer Hauswand gezogen werden, ist die Luftbewegung wichtig. Von Regen und Tau benetzte Blätter trocknen dort schnell ab, die Gefahr von Krankheitsbefall wird so deutlich gemindert.
Optimale Wuchsbedingungen finden Rosen auf mittelschweren, durchlässigen, tiefgründigen, humosen und nährstoffreichen Böden mit neutraler Reaktion. Wiederum sind es vor allem einige Wildrosenarten, die auch auf weniger günstigem Untergrund gut gedeihen.
Pflanzung
Rosensträucher werden in verschiedenen Qualitäten angeboten. Eher selten bezieht man wurzelnackte Pflanzware, diese Rosen müssen vor der Pflanzung gründlich gewässert werden und sollten zusätzlich unmittelbar vor dem Einsetzen noch in eine dickflüssige Lehmbrühe getaucht werden. Häufiger erhält man Rosen als Containerware. Dieses Pflanzgut verfügt über einen kompakten Wurzelballen.
Rosen werden von gut sortierten Markenanbietern meist auch in zwei verschiedenen Güteklassen gehandelt.
Pflanzen der Güteklasse A besitzen ein gut ausgebildetes Wurzelwerk und mindestens drei kräftige Triebe, Rosen der Güteklasse B brauchen nur zwei starke Triebe aufzuweisen. Wesentliches Augenmerk sollte man bei der Rosenauswahl der Robustheit und Gesundheit der Sträucher widmen. Besonders widerstandsfähige und wenig krankheitsanfällige Rosensorten werden später kaum Probleme bereiten.
Weltweit werden Rosen Prüfungen unterzogen, bei denen verschiedenste Eigenschaften kritisch beurteilt werden. In Deutschland gibt es mit der „Allgemeinen Deutschen Rosenneuheitsprüfung" (ADR) eine der strengsten Bewertungen. Mit dem Prädikat 4-
Kletterrose
Die beste Pflanzzeit für Rosen liegt im Oktober und November, aber auch Frühjahrspflanzung ab Mitte März bis Mai ist möglich, in rauen Lagen sogar vorteilhaft. Vor der Pflanzung wird der Boden tiefgründig gelockert und bei Bedarf verbessert. Wurzelnackte Ware stellt man vor dem Pflanzen mit
den Wurzeln über Nacht in einen Eimer mit Wasser oder legt die Pflanzen gar komplett in ein Wasserbad, bei Frühjahrspflanzung bis zu 24 Stunden. Zudem erhalten sie einen Pflanzschnitt; Containerware wird dagegen ohne weitere Vorbereitung eingesetzt. Je nach Wuchsverhalten der Rose sollte man ausreichenden Abstand zu den Nachbarn einhalten. Veredelte Rosen setzt man so ein, dass die Veredlungsstelle etwa 5 cm tief unter der Erde liegt.
Beetrosen pflanzt man je nach Wuchshöhe mit 30 — 5o cm, Zwergrosen mit 25-
Rosen einwintern:
Winterschutz
Schon beim Pflanzen beginnt der Winterschutz. Veredelungsstelle 8 cm unter die Erde; zusätzlich kann man über Winter anhäufeln und mit Tannenreis abdecken.
Kübelrosen kühl, dunkel und windgeschützt (z.B. in der Garage) überwintern. Wichtig ist, dass die Erde feucht bleibt. Überwintern von Kübelrosen im Freien: mit dem Topf im Garten tief eingraben und
anhäufeln (wie bei Gartenrosen).
Rosenbögen und Kletterrosen mit Tannenreis umbinden.
Entfernen des Winterschutzes Ende März-
Pflanzenkombinationen:
Rosenbeete besser nicht mit Stauden etc. mischen, sondern aneinander angrenzen lassen.
Unterschiedliche Düngeanforderungen schaden den Rosen. Verschiedenes Höhenwachstum „unterjocht“ Ihre Rosen.
Dichte Staudenwurzeln ersticken Ihre Rosen.