Freude am Garten - Garten selbst gestalten

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Lästige Stauden

 
 

Liste einiger besonders lästiger Stauden in heimischen Beeten:
Acker-Kratzdistel  Cirsium arvense  Dornen, Pfahlwurzeln, Wurzeltriebe, Flugsamen  
Vor Samenbildung Wurzel ausstechen

Ackerwinde  Convolvulus arvensis  Giftig, rankt Gartenpflanzen zu, leicht brechende, hellgelbe Wurzeltriebe  Wurzeln ausgraben, auf Wurzelreste kontrollieren

Ampfer, stumpfblättriger  Rumex obtusifolius  Pfahlwurzel, viele ausdauernde Samen  Vor Samenbildung Wurzel ausstechen.

Brennnessel, große  Urtica dioica  Brennhaare, Wurzeltriebe  Wurzel mit Ausläufern ausreißen

Brombeeren  Rubus fruticosus agg.  Stacheln mit Widerhaken, weite Ausleger, rankend  Dicke Handschuhe, feste Kleidung: Wurzeln ausgraben

Giersch  Aegopodium podagraria  Leicht brechende, hellgelbe Wurzeltriebe  Wurzeln ausgraben, auf Wurzelreste kontrollieren

Hecken-Knöterich  Fallopia dumetorum  Ausläufer, extrem rankend (erstickt alles andere), zähe Ranken  Gartenpflanzen von Ranken befreien, Wurzeln ausgraben

Löwenzahn  Taraxacum officinale  Pfahlwurzel, Wurzelreste treiben aus, viele Flugsamen  Vor Samenbildung Wurzel ausstechen

Quecke, kriechende  Elymus repens  Wurzeltriebe  Wurzeln ausgraben

Riesen-Bärenklau (Herkulesstaude)  Heracleum mantegazzianum  Kontaktgift in Kombination mit Licht, Vorsicht: giftige Saftspritzer, überdeckt andere Pflanzen, sehr tiefe Pfahlwurzel und viele Samen  Schutzbrille, Handschuhe, Ganzkörperbedeckung: Oberirdische Pflanzenteile kappen, Wurzel zerstampfen und schwere Steinplatte darauf legen, bis die Wurzel verfault ist

Staudenknöterich, japanischer  Reynoutria japonica  Überdeckt alles, Pfahlwurzel, brüchige Wurzeltriebe, unbrauchbar für heimische Tierwelt  Ausgraben, falls möglich, sonst fünf Jahre lang monatlich abschneiden, bis Pflanze erschöpft ist


Gemeine Quecke (Agropyrum repens)
Ein mehrjähriges Gras mit bräunlich-grünen Ähren von Sommer bis Herbst, das auf lehmigen, verdichteten Böden gedeiht. Ihr Wurzelwerk ist stark verzweigt und bildet Rhizome, aus denen immer neue Pflanzen sprießen. Hier hilft es nur, genauso hartnäckig zu bleiben: Nach dem kompletten Ausgraben muss bei jedem neuen Aufkommen erneut gegraben werden – bis das Queckengras verschwunden ist.

Vogelmiere (Stellaria media)
Diese einjährige Pflanze fühlt sich auf allen Böden wohl. Sie wuchert dicht am Boden, ihre winzigen weißen Blüten blühen bis in den November.

Um die Vogelmiere aus dem Garten zu verbannen, muss sie vor der Blüte so lange gejätet werden bis kein Pflänzchen mehr nachkommt. Blüht die Vogelmiere bereits, nutzt das Jäten nichts. Damit sie vor allem im Blumenbeet zumindest nicht stört: Stengel vorsichtig abschneiden und verblühen lassen.

Spitzwegerich (Plantago lanceolata)
Der Spitzwegerich ist ein wertvolles Heilkraut, das zum Beispiel als Tee zubereitet sehr gut bei Husten und Bronchitis hilft. Man erkennt ihn an seinen langen schmalen Blättern, die schon im zeitigen Frühjahr wie Lanzen aus dem Boden sprießen. Er wächst unauffällig an Wegrändern und auf Wiesen – im Hausgarten auch im Rasen, wo er auf Nährstoffmangel hinweist. Ein gut gedüngter englischer Rasen wird weniger von Unkraut befallen.

Einjähriges Rispengras (Poa annua)
Ein probelmatisches Unkraut, da es meist in Rasengrasmischungen vorkommt und zunächst schlecht erkannt wird. Es wird bis zu 30 Zentimeter hoch und trägt fast das ganze Jahr über braungelbe bis grünliche Blüten in Rispen. Die Samen reifen von Mai bis Juli und von September bis Oktober. Es läßt sich nicht ganz und gar aus dem Rasen verbannen, man kann es durch konsequentes Jäten nur eindämmen. Jätet man aber nicht, verdrängt es oft die Rasengräser.


Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris)
Die bis zu 35 Zentimeter hoch wachsende Pflanze trägt fast das ganze Jahr unscheinbare Blüten und gleichzeitig herzförmige Früchte, die wie kleine Schoten ("Täschel") aussehen. In der Pflanzenmedizin verwendet man die oberirdischen Pflanzenteile. Hirtentäschel gedeiht besonders gut auf nährstoffreichem Boden. Wollen Sie die Pflanze als Unkraut bekämpfen, dann hebbeln Sie die Jungpflanzen mit einem Grubber aus, bevor sie Samen bilden.

Weißer Gänsefuß (Chenopodium album)
Im späten Frühjahr keimendes Samenunkraut, das stickstoffreiche, humose Lehm- und Sandböden bevorzugt, aber auch auf anderen Böden gedeiht. Gänsefuß entzieht dem Boden große Mengen an Nährstoffen und sollte darum vor allem im Nutzgarten besonders gründlich gejätet werden.

Im Nutzgarten hat sich das Einsäen von Gründüngung nach der Ernte bewährt, eine alte Methode zur Bodenverbesserung. Zur Gründüngung eignet sich zum Beispiel eine Mischung aus Senfsaat und Leguminosen.



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